Ravensburg die Stadt der Türme und Tore


Ravensburg mit seiner schönen Altstadt ist für seine Türme und Tore bekannt, die meisten wurde im 14. und 15. Jhd. errichtet.
Hier eine kleine Führung durch unsere Stadt mit ihren Tollen Sehenswürdigkeiten.

Der Mehlsack (51 Meter hoch):
.
Hoch über der Stadt erhebt sich in strahlendem Weiß das Wahrzeichen Ravensburgs, der um 1425 erbaute Mehlsack. Seinen Namen verdankt er seiner runden Form und dem hellen Verputz. Der Name „Mehlsack“ ist seit dem 16. Jhd. nachweisbar, die ursprüngliche Bezeichnung war „Weißer Turm bei St. Michael“. Die Plattform diente zur Kontrolle und Sicherung des „Veitsburg-Geländes“. Jedes Jahr wird das Rutenfest mit „Böllerschüssen“ vom Mehlsack eröffnet

Das Obertor (42 Meter hoch):

Das vermutlich älteste Stadttor wurde 1431/32 erneuert. Auf der Ostseite befand sich bis ins 19 Jhd. eine Brücke und jenseits des Stadtgrabens ein Vortor. Das „Armsünderglöckchen“ im Giebel läutete früher bei Hinrichtungen.

Der Schellenberger Turm:

Der ursprüngliche Name „Schel(m)enberger Turm“ verweist auf ein gegenüberliegendes Grundstück außerhalb der Stadtmauer, auf dem der Scharfrichter verendetes Vieh verscharrte. 1773 stürzte ein Teil des Fachwerkaufbau und das Dach ein und wurde nicht wieder errichtet. Im Volksmund heißt der Schellenberger Turm auch „Katzenlieselesturm“ – nach einer Frau, die mit ihren Katzen Mitte des 19 Jhd. bei der Ruine hauste.

Grüner Turm (weißer Pfeil):

hat sich unverändert gehalten. Sein Name geht auf die grün glasierten Dachziegel zurück, die zum größten Teil noch aus der Erbauungszeit stammen.
Der Turm wurde vom 15. Jhd. bis 1943 als Gefängnis benutzt.

Frauentor (35,5 Meter):

Das in Richtung Ulm führende Stadttor wurde 1318 erstmals „Niederes Tor“ genannt und später in Anlehnung an die benachbarte Liebfrauenkirche als „Frauentor“ bezeichnet.
1747-1751 wurde es zum Kriminalgefängnis ausgebaut. Von 1837 bis 1892 wurde es als Oberamtsgefängnis weitergeführt.
Der Innenausbau wurde bei einem Brand im Jahr 1982 völlig zerstört.

Spitalturm (44 Meter):

Dieser Turm schützte die Südwestecke der Unterstadt, die sich im Laufe des 14. Jhd. bis hierher ausdehnte.
Der im Volksmund gebräuchliche Name „Sauturm“ bezieht sich auf die Schweineställe des Spitals, die sich in der Nähe befanden.

Gemalter Turm:

Benannt ist der aus dem 15. Jhd. stammende Turm nach der früheren Bemalung (Rautenmuster und Wappenschilde). 1985 wurde diese Bemalung restauriert.

Blaserturm (51 Meter):

Der Turm war bis ins 14. Jhd. Teil der Stadtbefestigung, bis zur Stadterweiterung, bei der die Stadtmauer vom Kornhaus bis zum Frauentor abgebrochen wurde. Fortan stand der Blaserturm mitten in der Stadt und wurde bis 1911 als zentraler städtischer Wachturm genutzt.

Untertor (36 Meter):

Als Teil der Stadtbefestigung wurde das Untertor 1363 erbaut und bis ins 19. Jhd. durch Stadtgraben, Brücke und Vortor zusätzlich gesichert. Auf der Südseite ist noch heute das Törlein zusehen, das auf den hölzernen Wehrgang führt, welcher sich an der Innenseite der Stadtmauer ringsum die Stadt befand. Wie bei den anderen Stadttoren befand sich auch hier in reichstädtischer Zeit eine Zollstation.

Quelle:http://www.ravensburg.de/rv/tourismus/stadt-der-tuerme/stadt-der-tuerme.php